Nein, denn die Zuckerkügelchen sind lediglich das Mittel, mit dem der Wirkstoff transportiert wird. Die Wirkstoffe, die zu ca. 80 Prozent pflanzliche Substanzen und zu 15 Prozent mineralischen und zu 5 Prozent tierischen Ursprungs sind, werden in der jeweiligen Potenz auf die Globuli gesprüht. Und obwohl sich teilweise kein Molekül der Ursprungssubstanz mehr in homöopathischen Arzneimitteln nachweisen lässt, können diese mitunter Beachtliches leisten.

Das Wirkprinzip der potenzierten (= stufenweise verdünnten und verschüttelten) Medikamente ist zwar bislang nicht vollständig geklärt. Aber nicht nur die positiven Erfahrungen von Millionen Patienten auf der ganzen Welt sprechen für die Homöopathie. Auch zahlreiche klinische Studien belegen die Kraft der kleinen Kügelchen.

Die Homöopathie ist eines der beliebtesten naturmedizinischen Verfahren überhaupt. Klinische Studien unter Alltagsbedingungen zeigen für verschiedene Erkrankungen relativ einheitlich: Menschen, die sich homöopathisch behandeln lassen, erleben relevante Verbesserungen ihres Gesundheitszustandes. Die Effekte sind denen der Schulmedizin vergleichbar, gehen allerdings mit weniger Nebenwirkungen einher. [1] Untersuchungen mit Placebokontrolle [2] sowie Laborexperimente aus der Grundlagenforschung [3] sprechen für eine spezifisch arzneiliche Wirkung von Globuli - die also nachweisbar mehr sind als Zucker.

Teuer sind homöopathische Arzneimittel im Übrigen eher nicht: Gesundheitsökonomische Untersuchungen fanden mehrheitlich heraus, dass Homöopathie häufig ähnlich gut wirkt wie Schulmedizin und dabei Kosten spart. [4] Anwender schätzen insbesondere die gute Verträglichkeit und Sicherheit im Vergleich zu synthetischen Medikamenten. [5] Kritik erfährt die Homöopathie oft von Menschen, die es nicht für möglich halten, dass solch kleine Dosen derart große Wirkungen hervorbringen können. Diese Sichtweise ignoriert nicht nur vorliegenden Studien, sondern auch, dass  klinische Praxis und subjektive Bewertung der Patient*innen ebenfalls zur wissenschaftlichen Betrachtung gehören.

Wissenswertes über Homöopathie, u.a. über die individuelle Mittelwahl, verschiedene Potenzen und Darreichungsformen finden Sie kurz & knapp hier.
Weitere Antworten auf häufig gestellte Fragen finden Sie auf der Seite des Homeopathy Research Institutes

[1] Teut, M.: Versorgungsforschung zur Homöopathie. In: WissHom [Hrsg.]: Der aktuelle Stand der Forschung zur Homöopathie. Köthen: WissHom, 2016. 

[2] Robert T Mathie, Suzanne M Lloyd, Lynn A Legg, Jürgen Clausen, Sian Moss, Jonathan RT Davidson and Ian Ford: Randomised placebo-controlled trials of individualised homeopathic treatment: systematic review and meta-analysis. Systematic Reviews20143:142. 

[3] Baumgartner, S.: Stand der Grundlagenforschung in der Homöopathie. In: WissHom [Hrsg.]: Der aktuelle Stand der Forschung zur Homöopathie. Köthen: WissHom, 2016. 

[4] https://www.naturundmedizin.de/homoeopathie-und-die-gesetzliche-krankenversicherung.html

[5] https://www.carstens-stiftung.de/artikel/gefahr-durch-globuli.html