Wenn Bürger:innen nachfragen: Wie Kandidierende zur Integrativen Medizin Stellung beziehen
Integrative Medizin ist in Baden-Württemberg gelebte Realität. Dank euch wird sie jetzt auch im Wahlkampf öffentlich verhandelt.
Neben unserem systematischen Wahlcheck dokumentieren wir hier weitere öffentliche Rückmeldungen von Kandidierenden zur Landtagswahl 2026 in Baden-Württemberg. Ob Video-Statement, Antwort auf eine Bürgerfrage oder Rückmeldung per E-Mail. Wir machen sichtbar, wie politische Positionen zur Integrativen Medizin formuliert werden.
3 Video-Statements erhalten
8 schriftliche Antworten
34 öffentliche Bürgerfragen dokumentiert
Öffentliche Antworten auf Bürger:innenfragen
Ihr habt nachgefragt und wir haben hier einige Antworten der Kandidierenden kurz zusammengefasst.
In Summe zeigt sich:
Alle Kandidierenden reagieren grundsätzlich offen auf das Thema. Die Antworten zeigen: Prävention, Ganzheitlichkeit und Patientenorientierung werden häufig positiv erwähnt. Konkrete gesundheitspolitische Perspektiven für Integrative Medizin bleiben jedoch selten.
Was wir uns wünschen: mehr Mut zu innovativer Gesundheitspolitik, die vorhandene Potenziale erkennt und weiterentwickelt. Gerade in einem Bundesland wie Baden-Württemberg, das in Forschung, Versorgung und Gesundheitswirtschaft bereits heute eine besondere Rolle spielt.
Hier nun die Antworten der Kandidierenden. Den vollständigen Wortlaut findest Du jeweils über den Link.
Philip Wolf – SPD
Kurz gesagt: Integrative Medizin ja, sofern sie wissenschaftlich überprüfbar und wirksam ist.
- Mehr Prävention und ganzheitliche Betrachtung von Gesundheit seien wichtig.
- Integrative Verfahren können Teil der Versorgung sein, wenn ihre Wirksamkeit belegt ist.
Patrick Rapp – CDU
Kurz gesagt: Integrative Medizin kann bei klaren Qualitätsstandards eine sinnvolle Ergänzung sein.
- Voraussetzung seien wissenschaftliche Evidenz und Patientensicherheit.
- Prävention und Eigenverantwortung sollten stärker gefördert werden.
Daniel Belling – Bündnis 90/Die Grünen
Kurz gesagt: Integrative Medizin spielt eine Rolle, besonders in Prävention und Forschung.
- Viele Menschen wünschen sich Therapievielfalt und komplementäre Angebote.
- Baden-Württemberg fördert bereits Forschung und Lehre in diesem Bereich.
Antje Rommelspacher – CDU
Kurz gesagt: Schulmedizin und komplementäre Verfahren sollten sich ergänzen.
- Integrative Medizin könne Forschung, Versorgung und Prävention bereichern.
- Wichtig seien wissenschaftliche Standards und Transparenz.
Mariska Ott – Bündnis 90/Die Grünen
Kurz gesagt: Gesundheit sollte ganzheitlich gedacht werden, wissenschaftliche Erkenntnisse bleiben zentral.
- Viele Menschen wünschen sich mehr Prävention und Lebensstilmedizin.
- Schulmedizin und Naturheilkunde sollten nicht gegeneinander ausgespielt werden.
Martina Böswald – AfD
Kurz gesagt: Kritisiert das Gesundheitssystem insgesamt und fordert stärkeren Fokus auf Prävention.
- Sie stellt die Frage, was genau unter „ganzheitlicher Medizin“ verstanden wird.
- Prävention müsse im Gesundheitssystem deutlich stärker berücksichtigt werden.
Die Übersicht wird laufend ergänzt. Jede neue Antwort zeigt: Wenn Bürgerinnen und Bürger nachfragen, bewegt sich etwas.
Video-Statements von Mitgliedern des aktuellen Landtages
Wir haben verschiedene Akteure der Gesundheitspolitik eingeladen, ihre Position zur Integrativen Medizin in einem kurzen Video darzulegen. Nicht alle haben geantwortet. Die eingegangenen Beiträge veröffentlichen wir hier in voller Länge.
Jochen Haußmann (FDP) zur Integrativen Medizin
Video Starten
Mit dem Klick werden personenbezogene Daten an das Videoportal übermittelt. Erfahren sie mehr zum Datenschutz.
Thomas Poreski (Bündnis 90/Die Grünen) zur Integrativen Medizin
Video Starten
Mit dem Klick werden personenbezogene Daten an das Videoportal übermittelt. Erfahren sie mehr zum Datenschutz.
Dr. med. Michael Preusch (CDU) zur Integrativen Medizin
Video Starten
Mit dem Klick werden personenbezogene Daten an das Videoportal übermittelt. Erfahren sie mehr zum Datenschutz.
(Weitere Videos folgen nach Eingang.)
Große Nachfrage, kleines Thema: Integrative Medizin im Wahlkampf
Die bisherigen Rückmeldungen zeigen ein klares Bild. Viele Politiker:innen reagieren offen auf Fragen zur Integrativen Medizin und erkennen ihre Bedeutung für Prävention, Ganzheitlichkeit und Patientenorientierung an. Gleichzeitig spielt das Thema im Wahlkampf bislang nur eine Nebenrolle.
Das überrascht. Gerade Baden-Württemberg gilt als wichtiger Standort für Integrative Medizin, mit Forschung, Kliniken, Unternehmen und gewachsenen Versorgungsstrukturen.
Die Nachfrage in der Bevölkerung ist groß. Umso wichtiger ist es, dass dieses Potenzial auch politisch stärker aufgegriffen wird. Unsere Dokumentation wird deshalb laufend ergänzt. Jede neue Frage und jede neue Antwort trägt dazu bei, das Thema im Wahlkampf sichtbarer zu machen.
Jetzt auch aktiv werden
Integrative Medizin wird im Wahlkampf nur dann relevant, wenn Bürgerinnen und Bürger nachfragen. Du kannst das in wenigen Minuten tun:
- über Abgeordnetenwatch
- in sozialen Medien
- im direkten Gespräch
Hier findest Du unsere Anleitung
Demokratie ist kein Zuschauersport. Jetzt ist der Moment.
Transparenzhinweis
Wir dokumentieren eingehende Stellungnahmen unverändert und ohne Bewertung. Die Reihenfolge der Veröffentlichung richtet sich nach Eingang der Beiträge. Zustimmende wie kritische Positionen gehören gleichermaßen zur demokratischen Debatte.

